Wenn der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) Neuigkeiten verkündet, dann ist ihm manchmal schwer zu folgen, weil die Nachrichten mit Anglizismen und Fachsprache nur so gespickt sind. Dieser Umstand trifft auch auf eine aktuelle Pressemitteilung zu, in der der BVDW auf die immer größere Bedeutung des Internets für Werbung und Marketing hinweist.

In der BVDW-Sprache liest sich das dann so: “Über die Hälfte der werbungtreibenden Unternehmen in Deutschland wollen 2011 mehr in Performance Marketing-Maßnahmen investieren. So planen 68 Prozent der Befragten die Budgets im Bereich Display Marketing über Ad Networks zu erhöhen. Etwa die Hälfte der Werbungtreiben will mehr für Suchmaschinen Optimierung (SEO) und Affiliate Marketing aufwenden. Auch im Bereich Suchmaschinen Marketing (SEM) wollen 42 Prozent der Befragten mehr investieren.”

Hier nun die Erläuterung: Unter Performance Marketing verstehen die Experten Marketing im Internet, und zwar eine spezielle Form der Online-Werbung. Sie wird über eine messbare Reaktion und/oder Transaktion mit dem Nutzer wie Pay per Click oder Pay per Sale abgerechnet. Damit unterscheidet sie sich von Online-Marketingmethoden wie etwa der Banner-Werbung, die über die Reichweite (Tausender-Kontakt-Preis) abgerechnet wird.

Mehr Geld für SEO und Affiliate Marketing

Eine spezielle Form des Performance Marketings ist das “Display Marketing über Ad Networks”. Unter “Display Marketing” verstehen die Werber zunächst einmal Anzeigen auf sämtlichen grafischen Werbeflächen. Also Werbeflächen mit Bildern, die im Gegensatz stehen zur Textlink-Werbung. Als “Ad Networks” werden gemeinhin die Werbevermarkter bezeichnet. Sie sind ein Mittler zwischen den werbetreibenden Unternehmen und jenen Online-Portalen, auf deren Seiten Online-Werbung platziert werden können. Große Vermarkter von Online-Werbung in Deutschland sind beispielsweise Quality Channel oder Yahoo!. 68 Prozent der werbetreibenden Unternehmen wollen laut BVDW ihre Budgets bei diesen Vermarktern erhöhen.

Unter “Suchmaschinen Optimierung (SEO)” werden Maßnahmen verstanden, die zu höher platzierten Suchergebnissen bei Suchmaschinen wie Google oder Bing führen. Das sogenannte “Affiliate Marketing” beschreibt wiederum die Werbung  für Produkte und Dienstleistungen, die die Anbieter durch die Verlinkung auf den Webseiten von Partnern (Affiliates) schalten.  Für diese Form der Werbung will etwa die Hälfte der werbetreibenden Firmen mehr Geld aufwenden.

Zum sogenannten “Suchmaschinen Marketing” gehört neben der ”Suchmaschinen Optimierung” (s.o.) die Werbung durch bezahlte Links, die auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen prominent platziert werden. Wer bei Google beispielsweise das Schlüsselwort “BMW” eingibt, erhält als erstes Suchergebnis eine BMW-Anzeige (Freude am Fahren) als sogenannten “sponsored link”. Die bekanntesten Anbieter für dieses sogenannte “Keyword Advertising” sind Google Adwords und Yahoo Search Marketing. Für diese Form der Online-Werbung wollen laut BVDW immerhin noch 42 Prozent der Unternehmen 2011 mehr Geld aufwenden.

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